Nachruf zum Tode von Prof. Monika Ivantysynova

Mit Bestürzung und Betroffenheit haben wir die Nachricht vom Tod von Frau Prof. Monika Ivantysynova, Maha Fluid Power Research Center der Purdue Universität in Lafayette, Indiana, USA erhalten. Sie starb am 11. August nach kurzer schwerer Krankheit im Alter von nur 62 Jahren.

Nach einer Industrietätigkeit nahm sie einen Ruf an die Universität Duisburg-Essen an und arbeitete intensiv an dem Thema der Regelung von Axialkolbenmaschinen. Es folgte der Ruf an die TU Hamburg-Harburg. Neben dem Aufbau eines Labors engagierte sie sich für den Einsatz verstellbarer Axialkolbenpumpen in hydrostatischen Antrieben auch für Zylinderantriebe. Parallel wurde das korrespondierende Simulationstool CASPAR entwickelt, mit dessen Hilfe es erstmalig gelang, die Vorgänge in den Spalten zu berechnen und zu analysieren.

Frau Prof. Ivantysynova hat darüber hinaus das Fluid Power Net International gegründet und damit den Grundstein für das International Journal of Fluid Power gelegt. Diese wissenschaftliche Fachzeitschrift ist weltweit bekannt geworden und gilt als Meilenstein für die Publikation internationaler Wissenschaftsbeiträge auf unserem Fachgebiet.

Vor 14 Jahren hat sie wieder einen großen Schritt gewagt und sich der Herausforderung gestellt, an der Purdue Universität das Maha Lab aufzubauen. Es entstand ein beeindruckendes Laboratorium mit Schwerpunkt in der Mobilhydraulik und der Tribologie.

Für ihre wissenschaftlichen Arbeiten ist ihr weltweit unvergleichliche Anerkennung zuteil geworden. Sie erhielt zwei Ehrendoktorwürden, die Robert E. Koski Medal der American Society of Mechanical Engineers sowie die Bramah Medal der Institution of Mechanical Engineers in London. In Purdue wurde ihr der Morrill Award in 2016 zugesprochen. Unzählige wissenschaftliche Publikationen, viele mit Best Paper Award, bezeugen den Erfolg ihrer Arbeiten und belegen die Anerkennung durch die Fachwelt. Davon zeugen die Fellowships der Society of Automotive Engineers, SAE und des ASME. Nicht zuletzt war sie im Beirat der O+P tätig und hat im internationalen Beirat der IFKs mitgewirkt.

Mit Frau Prof. Monika Ivantysynova verliert die Branche eine herausragende Persönlichkeit und eine Verfechterin unseres Fachgebietes sowohl in der Entwicklung als auch der Lehre für den Nachwuchs.